Am 5.Juni trafen sich 35 Petrijünger mit ihren Jugendwarten am Vereinsheim, um den Lkw zu beladen, der die Angelausrüstung nach Bockhorst, in der Nähe von Papenburg, bringen sollte. Denn man wollte über das Wochenende den Mercedessee, ein Vereinssee des ASV Bockhorst, beangeln. Zum ASV Bockhorst pflegt der Wettringer Angelverein eine Freundschaft, so dass man bereits zum dritten Mal das Angellager dort verbrachte und die Bockhorster Angeljugend auch schon einen Besuch nach Wettringen unternommen hat. Am Mittwoch Nachmittag ging es dann endlich los Richtung Norden. Nachdem man angekommen war, eilten die Petrijünger ans Wasser. Zelte wurden aufgestellt und die Ruten aufgebaut. Die ersten Fische ließen auch nicht lange auf sich warten. Direkt zu Beginn wurde ein Stör von 80cm Länge, ein Zander von 67 cm und ein Hecht von 86 cm gefangen(Foto). Dieser sensationelle Beginn ließ auf erfolgreiche Tage hoffen. Während des Abendessen war die Stimmung sehr gut, was neben den tollen Fängen zu Beginn und dem sonnigen Wetter auch an der guten Verpflegung durch die mitgereisten Frauen lag.
Das Wetter schien dieses Jahr endlich mal wieder gut zu werden.
„Es ist bei dem Wetter wirklich schön, sich mit der Luftmatratze auf dem See treiben zu lassen" meint Alexander Raing.
Beim Frühstück stelle sich heraus, dass in der Nacht neben einigen Aalen noch ein weiterer Stör gefangen wurde. Dieser übertraf sogar die Metermarke. Ein Fang, von dem selbst die meisten Erwachsenen nur träumen können. Eduard Krieger berichtet über den Fang seines Meterstöres:" Eigentlich wollte ich Aale fangen und angelt mit Tauwurm in der Uferregion. Als mein Bissanzeiger um 4.50 Uhr ertönte, habe ich natürlich nicht mit einem so großen Fisch gerechnet".
Der Donnerstag sowie der Freitag brachten viel Sonne und hohe Temperaturen, so dass man morgens und abends angelte, während die meisten tagsüber neben dem Angeln genau so gerne im See schwimmen gingen. Es wurden vor allem Zander beim Spinnfischen erbeutet und der Hecht vom ersten Tag schien eine Ausnahme unter den Raubfischen zu sein. Außerdem waren Rotaugen, Brassen und Karpfen die Beute der Jugendlichen.
Am Samstag stand ein Freundschaftsangeln mit den Petrijüngern des ASV Bockhorst auf dem Programm. Zunächst war wegen der großen Hitze unklar, ob dieses Angeln stattfinden sollte. Da es aber zu Beginn das geplanten Freundschaftsangelns regnete, fand doch alles wie gewohnt statt. Die meisten freuten sich über Regen und Abkühlung nach den vergangenen heißen Tagen. Basti Reidegeld war während des Angelns mit der Bockhorster Jugend am erfolgreichsten und vermeldete stolz :" Ich habe drei Brassen und 6 Rotaugen gefangen. Insgesamt 3200 Gramm." Dafür durfte er sich einen von 15 Sachpreisen aussuchen, die vom ASV Wettringen gesponsert wurden. Die übrigen Preise wurden unter allen anderen Jugendlichen verlost, damit jeder eine Chance auf eine neue Angel, eine tolle Rolle oder andere Preise hatte.
Als alle sich auf leckere selbstgemachte Döner zum Abendessen freuten, fing es an sehr stark zu gewittern und zu regnen. Es war notwendig, dass die Jugendwarte mit Pkw's um den See fuhren um diejenigen einzusammeln, die trotz Gewitter angeln wollten. Durch die Stärke des Gewitters wurden viele Zelte nass, weshalb man die zwei großen Hütten am See am Samstag Abend noch zu Schlafsälen umfunktionierte, damit keiner im Nassen schlafen musste. Da an das Angeln wegen dem anhaltenden Gewitter nicht zu denken war, saß man noch bis in die Dunkelheit hinein in geselliger Runde in den Hütten, während man die Zeit für Gesellschaftsspiele, Pokerrunden oder Anglerlatein nutze.
Nachdem man gefrühstückt hatte, wurden alle Sachen zusammengepackt und in den Lkw geladen. Bevor man Richtung Heimat fuhr, ging man schließlich wieder zum Gewässer um eventuell noch Müll zu finden, da Angler sich für die Umwelt verantwortlich fühlen und Gewässer für schöne Angeltage sauber halten wollen.
In Wettringen angekommen wurde trotz großer Müdigkeit der Lkw mit Hilfe aller Jugendlichen abgeladen, damit jeder seine Sachen wiederfindet. Es blieben jedoch einige Teile wie Pullis, Sandalen, Zelte und sogar eine Angel zurück, die jetzt im Angelheim auf ihre Abholung warten.